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about the club

Seit 2007 verzückt der FC Südsee Publikum und Gegner auf den Plätzen der Berliner Kleinfeldligen. Gegründet wurde der Klub von einem bunten Ensemble aus Mitgliedern der Schwabylon-Diaspora, anderen Zugezogenen aus dem globalen Süden und vorurteilsfreien Ur-Berlinern.

Vielleicht hat nur die fehlende Berlinreferenz im Vereinsnamen verhindert, dass die Gründer des FC Südsee zu Posterboys der „be berlin“-Kampagne wurden. Am fehlenden sportlichen Erfolg kann es jedenfalls nicht gelegen haben: Mit der Gründung begann ein ununterbrochener Durchmarsch bis in die VFF-Verbandsliga Kleinfeld. In dieser höchsten Spielklasse des Berliner Freizeitfußballs hält sich der FC Südsee seither, mal abstiegsbedroht, mal meisterschaftsambitioniert, und klettert derweil unaufhaltsam – der Archivbesessenheit der Freizeitfußballfunktionäre sei Dank! – in der Ewigen Tabelle des VFF weiter nach oben.

Anders als es die Herkunft vom „Lago de Constanza“ vermuten ließe, gehört Beständigkeit nicht zu den Grundtugenden des FC Südsee. Allen Sympathiebekundungen vonseiten ehemaliger Legionäre und aktueller Erzfeinde zum Trotz ist der FC Südsee in den letzten Jahren immer ein Umsteigebahnhof, eine Durchgangsstation geblieben. Saison für Saison verließen alte Zugpferde die schillernde Lokomotive des Berliner Kleinfeldfußballs aus den unterschiedlichsten Gründen: Selbstfindung in Südostasien, Flucht vor Inkasso-Agenten, Umzug zum Wohnsitz des eigenen Schwarzgeldkontos, Telenovela-Hauptrollen, sportliche Zukunft bei Anschi Machatschkala, “einmal unter Pep spielen”, Berghain.

Die Lust am Neuen, fester Bestandteil der Klub-DNA, führt jedoch immer wieder neue Hochkaräter ins Stadion an der Hanns-Eisler-Straße. Der FC Südsee mag zwar bis heute das große, nicht eingelöste Versprechen des Berliner Kleinfeldfußballs sein. Doch der Traum von der Berliner Meisterschaft lebt – mehr denn je.

Seit 2016 gibt es mit FC Südsee International ein zweites Team, in dem Geflüchtete, Lifestylemigranten aus Überlingen und Umgebung sowie berlin natives gemeinsam am Ligabetrieb teilnehmen.